Ein Klassiker unter den HotSpots, den eigentlich JEDER besuchen sollte und wird, der hier jemals in den Ferien war. Es ist eigentlich eine schöne Runde und für den Anstieg wird man wirklich belohnt mit dem wunderschönen See, dem Säntis im Hintergrund und im Sommer mit dem Schellenklang der Kühe. Oft überrascht einem auch noch ein Alphorn, dass die Idylle perfektioniert. Aber in den letzten Jahren hat sich hier viel verändert. Viel mehr Besucher kommen in der Saison und man sollte früh aufstehen.
Anfangs packte ich noch meinen Rucksack mit allem möglichen Zeug darin ( was man wirklich benötigt, lest Ihr im Blog - AUSRÜSTUNG ) - für mich war es ja eine wahnsinnige Wanderung. Heute gehe ich eher mit einem kleinen Stoffsack, etwas zu Trinken und meinen Stöckern mal eine Runde, eher wie ein Spaziergang, so kann es sich ändern.
Ich kannte mich mit den Anstiegen nicht aus und hatte noch kein Gefühl, was genau auf mich zukommt. So bin ich die Strassenseite direkt von Wasserauen hochgelaufen und schnaufte, wie eine alte Dampflock schon im ersten Drittel - "das überlebe ich nicht", habe ich nur gedacht. Aber Schritt für Schritt kam ich irgendwann oben an. Zum Glück ging es auch anderen Leuten genauso wie mir, nur ein paar ganz Sportliche, flogen fast an mir vorbei, doch die konnte ich erst einmal gut ignorieren. Oben angekommen eröffnet sich immer wieder ein wunderschönes Panorama, dass die Anstrengung erst mal vergessen lässt, ausser das der Rücken klitschnass am Rucksack klebt. Nach den ersten Fotos und der Umrundung des Sees kommt dann die Stelle, wo es im Wald wieder runtergeht, ziemlich kritisch für eine Anfängerin, die zum Glück aber immer gutes Schuhwerk trägt.
Heute sehe ich das schon mit ganz anderen Augen, da ich genau weiss, wie lange ich benötige und schon viel flotter unterwegs bin. Ich kann eigentlich bei jeder Jahreszeit diese Tour geniessen und komme meistens schon sehr früh hier oben an, denn die Ruhe oder das Erwachen in den Ställen, wenn es im Sommer sehr viele Kühe zur Alpzeit hat, machen die Momente ganz besonders. Wenn ich dann für das Frühstück parat bin, plagen sich schon die ersten "typischen" Touristen, die nicht wissen, das es etwas anstrengend wird, mit Sommersandalen, Sneakern oder FlipFlops die Strasse hoch. Ich begrüsse alle freundlich, denn auch sie werden für den Anstieg belohnt und spüren die Beine in den nächsten Tagen noch :-)
Empfehlenswert ist übrigens der Anstieg durch den Wald, das ist einfacher und auch viel schöner, die Strasse zum Schluss runter zu gehen, ist hingegen viel einfacher - nur so als Tipp.